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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf sehr häufig gestellte Fragen. Klicken Sie einfach die Frage an, die Sie interessiert.

Ihnen fehlt die Antwort auf eine für Sie wichtige Frage? Dann schreiben Sie mir!

  • Warum sollte ich blind durch Hamburg laufen wollen?

    “Blind durch Hamburg” ist nicht bloß eine Stadtführung; es ist ein Wahrnehmungsexperiment, bei dem Sie einmal die Gelegenheit bekommen, alle anderen Sinne zu fordern. Für rund 90 Minuten versetzen Sie sich in die Situation eines blinden Menschen. Sie erleben, was es bedeutet, sich blind im Großstadtgetummel zurechtzufinden, gegebenenfalls etwas zu kaufen und zu essen/trinken, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, etc. Zudem erleben Sie hautnah die Reaktion anderer Passanten, wenn es z. B. darum geht, den Eingang zur U-Bahn oder einen freien Platz in einem Café zu finden, die Straße zu überqueren (wo oftmals auch ungefragt geholfen wird) und dergleichen. Sie haben auch die Möglichkeit, unterwegs all Ihre Fragen loszuwerden.

    “Blind durch Hamburg” ist jedoch noch viel mehr. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Inklusion und gleichberechtigten Teilhabe am öffentlichen Leben. Und, wie viele der bisherigen Gäste es auch formulierten, ist es eine Mischung aus “Blick in den eigenen Spiegel” und “Augenöffner”, was den eigenen, persönlichen Umgang mit der Thematik “Leben mit Behinderung” anbelangt.

    Probieren Sie es doch selbst einmal aus.

  • Wie laufe ich “blind durch Hamburg”?

    Sie tragen während der gesamten Zeit eine Augenbinde, benutzen einen auf Ihre Körpergröße passenden Blindenstock und laufen, als zusätzliche Sicherheit und Unterstützung, bei mir oder einem meiner Tourguides eingehakt.

  • Werde ich von einem blinden oder einem sehenden Tourguide geführt?

    Bei den angebotenen Touren werden Sie entweder von mir (seit geburt blind) oder einem meiner blinden bzw. hochgradig sehbehinderten Tourguides geführt. Es kann jedoch bei Gruppen vorkommen, dass wir auch von einem sehenden Tourbegleiter unterstützt werden. Die Moderation und somit eigentliche Führung einer jeden Tour wird jedoch immer von einem blinden bzw. sehbehinderten Tourguide durchgeführt.

  • Wieviele Teilnehmer können an einer Führung teilnehmen?

    Die Touren finden ganz individuell statt. Bereits mit nur einem Teilnehmer kann es auf Entdeckungstour durch Hamburg gehen. Um allen einen möglichst intensiven und unvergesslichen Rundgang zu bieten, sollte jedoch eine Gruppe nicht größer als 10 oder 12 Teilnehmer sein. Für Schulklassen etc. gibt es gesonderte Angebote.

  • Starten die Touren zu einer festen Zeit, an bestimmten Tagen?

    Anders, als bei öffentlichen Stadtführungen, starten die einzelnen Führungen immer zu individuell mit Ihnen abgestimmten Zeiten.

  • Beinhalten die Touren auch Informationen über Sehenswürdigkeiten und historische Fakten?

    Sofern es gewünscht ist, bekommen Sie bei Ihrem Rundgang selbstverständlich auch weitergehende Informationen zu den besuchten Orten.

  • Ich bin blind und möchte Hamburg besuchen – welche Angebote bietet mir hier “Blind durch Hamburg”?

    Egal, ob Sie einen 90-minütigen Rundgang durch die Innenstadt und etwas Sightseeing wünschen, oder ob Sie eine Begleitung über einen längeren Zeitraum benötigen, sprechen Sie mich gerne an. Ob ausgedehntes Sightseeing, Dombesuch oder kleiner Stadtbummel, ich erstelle Ihnen ein individuelles Angebot.

  • Darf ich zu einer Tour meinen Hund mitbringen?

    Da ich und auch einige meiner Tourguides komplett blind sind und wir und auch Sie somit nicht kontrollieren können, wo der Hund hinläuft, was er macht etc., ist eine Mitnahme nicht zu empfehlen. Zumal wir, vor allem bei den Innenstadtrundgängen, auch einige Geschäfte besuchen und nicht jeder Inhaber gestattet den Besuch von Tieren.

    Bezüglich der Mitnahme von Führhunden kommt es hier ganz auf Ihre Tourwünsche an – bitte sprechen Sie dies bei einer eventuellen Buchung somit unbedingt an!

  • Darf ich während einer Tour auch Fragen stellen, z. B. zum Thema Blindheit?

    Der Schwerpunkt der Touren liegt zwar auf Orientierung, Wahrnehmung und Alltag, jedoch bieten Erkundungsstopps oder ein eventueller, kleiner Imbiss unterwegs genügend Zeit, dass Sie all Ihre Fragen loswerden können.

  • Hat “Blind durch Hamburg” etwas mit Einrichtungen wie “Dialog im Dunkeln” zu tun?

    Nein, “Blind durch Hamburg” ist ein eigenständiges, in der Hansestadt neuartiges Projekt. Ich zuvor elf Jahre für die Ausstellung “Dialog im Dunkeln” gearbeitet und die Idee, solche Stadtführungen auf die Beine zu stellen und anzubieten, ist in Gesprächen mit vielen meiner Gäste dort entstanden.

  • Ich war schon einmal im “Dialog im Dunkeln”. Lohnt sich ein Stadtrundgang trotzdem?

    Eine Tour lohnt sich in jedem Fall! Während Sie sich beim “Dialog im Dunkeln” in abgedunkelten, geschlossenen Räumen befanden, in denen Alltagssituationen nachempfunden sind, führt Sie ein Rundgang bei “Blind durch Hamburg” in die – man könnte sagen – Realität. Fußgängerzone, Bahnhof, Café, Geschäfte mit allen ihren Hürden und Hindernissen, so wie ein Blinder sie tagtäglich erlebt und wahrnimmt.

  • Gibt es Ermäßigungen für beispielsweise Schüler, Studenten, Azubis, Arbeitslose, Rentner, etc.?

    Die Stadtrundgänge sind sehr personalintensiv. Daher kann ich bei den regulären Touren keinerlei Ermäßigung einräumen.

    Ausnahmen bilden jedoch spezielle Tourangebote für Gruppen (z. B. Schulklassen), weitere Informationen erhalten Sie hier.

    Zusätzlich gibt es jedoch in unregelmäßigen Abständen Rabatt- und Werbeaktionen, die vor allem auf der Facebook-Seite ankündigen.

  • Kann ich während einer Tour die Augenbinde abnehmen?

    Selbstverständlich ist es jederzeit möglich, die Tour abzubrechen. Eine Erstattung des Ticketpreises bei Tourabbruch ist nicht möglich; bitte haben Sie hierfür Verständnis.

    Ein Abnehmen der Augenbinde rein zu “Orientierungszwecke” ist nicht zu empfehlen! Sie sollen sich 90 Minuten lang einmal eben nicht auf Ihr Auge, sondern auf Ihre anderen Sinne verlassen.

  • Was ist, wenn mir bei einer Tour etwas passiert?

    Alle Tourguides bei “Blind durch Hamburg” sind über eine Berufshaftpflichtversicherung abgesichert, sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen. Um dies jedoch zu vermeiden, ist es umso wichtiger, dass Sie den Ihnen ausgehändigten Blindenstock so einsetzen, wie wir es Ihnen zu Tourbeginn zeigen, stets eingehakt laufen und immer den Anweisungen folgen. Stufen werden immer angesagt.

  • Kann ich auch während der Tour mal ohne Begleitung laufen?

    Aus Versicherungsgründen ist es leider nicht möglich, selbstständig Wege oder Gegenden zu erkunden. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

  • Gibt es Angebote für Schulklassen?

    Für Schulklassen und generell größere Gruppen gibt es ein spezielles Angebot, bei dem die Teilnehmer sich in Zweiergruppen selber führen. Auf halber Strecke findet ein Wechsel statt. Weitere Informationen finden Sie in den Stadtführungen.

  • Ich sitze im Rollstul – kann ich dennoch an einer Stadtführung teilnehmen?

    Nicht jedes Geschäft, Café, Erkundungsstopp oder Haltestelle ist barrierefrei! Es bedarf somit einer gründlichen Vorabplanung. Sollten Sie im Rollstul sitzen und an einer Tour teilnehmen wollen, sprechen Sie mich bitte frühstmöglich an, damit ich eine rollstulgerechte Route festlegen kann.

  • Ist es möglich, bestimmte Orte, Plätze und Gegenden außerhalb des Stadtführungenangebots zu erkunden?

    Beim “Abenteuer Großstadt” können Sie ein Gebit ganz nach Wahl erkunden.

    Neben den “normalen” Stadtführungen gibt es auch bereits individuelle Themenführungen, z. B. über den Hamburger Dom.

  • Bieten Sie auch Führungen in anderen Sprachen an? | Do you offer guided tours also in English?

    We offer all the guided tours also in English! Don’t hesitate to get in touch with us for any further information concerning our blind walks through Hamburg. Please click here for our English information site.

  • Stellt man mit derartigen Angeboten blinde Menschen nicht eher zur Schau und nutzt diese, um hieraus Profit zu machen?

    Eine etwas eigenartig anmutende Kritik, der aber in der Vergangenheit auch schon ähnliche Angebote (wie z. B. Dunkelrestaurants) ausgesetzt waren.

    “Blind durch Hamburg” ist ein Wahrnehmungsexperiment. Es geht hier weder darum, uns und unsere Behinderung “zur Schau” zu stellen, noch dient es uns in irgendeiner Form der Belustigung o. Ä. Es geht um Aufklärung, um den Umgang miteinander, um Wahrnehmung und um Alltag.

    Mit den generierten Einnahmen werden lediglich die Erhaltungskosten gedeckt (Personal, Material, Werbung etc.). Eine Bereicherung durch meine angebotenen Stadtführungen liegt mir fern.

  • Ich möchte gerne dieses Projekt unterstützen / habe ein Presseanliegen / habe eine noch nicht beantwortete Frage!

    In diesem Fall nehmen Sie gern, per Email oder telefonisch, Kontakt mit mir auf.

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